Interesse an einem Zweithund? Was du im Vorfeld beachten solltest.

Es sollte auf jeden Fall eine Pro und Kontra Liste angelegt werden. Und auf alle Fälle der Charakter des ersten Hundes berücksichtigt werden. Wie verhält er sich mit anderen Hunden? Ist er eher freudig oder zurückhaltend? Ist er schon etwas älter? Und wie verhält er sich Welpen gegenüber?

Des Weiteren sollte man sich bewusst sein, dass zwei Hunde auch zeit- und kostenintensiver sind. Gerade die Tierarztkosten können bei zwei Hunden schnell in die Höhe schnellen. Eine Krankenversicherung ist an dieser Stelle sicher anzuraten.

 

Welcher Hund passt zu uns?

Charakterlich und rassespezifisch sollte man darauf achten, dass die Hunde Gemeinsamkeiten haben. Generell ist es nicht gut, zu einem sehr aktiven Hund einen ruhigen zu nehmen. Das geht nur selten gut. Genauso wichtig ist die Frage welches Alter und welche Geschlechter man zusammen würfelt. 2 Hündinnen können während der Läufigkeit schwierig sein. Eine Hündin und ein Rüde sind eher unkompliziert, wenn beide kastriert sind. Und bei zwei Rüden kann es häufig zu Imponiergehabe kommen, was oft zu Stress führt.

Sollte man einen erwachsenen Hund zu einem erwachsenen Hund dazu nehmen? Wenn dein Hund keine Welpen mag, ist das sicher eine gute Lösung. Hier sollte man vor allem auf die Charaktereigenschaften beider Hunde achten. Nimmt man sich einen Welpen zum Zweithund, sollte man darauf achten, dass der erste Hund die gängigsten Kommandos beherrscht. Man sollte sich bewusst machen, dass der Welpe viel von seinem erwachsenen Freund lernt. Am ungünstigsten ist wohl die Konstellation von zwei Welpen. Die Erziehung und Bindung sollte immer erst mit einem Hund erfolgen. Ein Welpe allein ist schon sehr zeitintensiv, das sollte man auf keinen Fall unterschätzen.

 

Vorbereitung und erste Begegnung

Überlege dir genau, ob es Dinge gibt die dein erster Hund plötzlich nicht mehr darf, wenn der neue Hund da ist. Ein Hund passt eventuell noch gut ins Bett aber mit zwei wird es eng? Dann gewöhne deinem Hund das rechtzeitig ab, so dass er es nicht negativ mit dem neuen Hund verbindet. Bedenke auch deinen Hund bei der Wahl des Neuankömmlings mitzunehmen. Wenn sich die beiden von Anfang an gut riechen können, fällt die Vergesellschaftung auch leichter.

Die erste Begegnung sollte dann auf neutralem Boden geschehen. Vielleicht kann man ein Runde spazieren gehen. Durch die Bewegung wird Stress abgebaut und es gibt viele Möglichkeiten sich zu beschnuppern ohne direkt miteinander konfrontiert zu werden.

 

Dr.med.vet. Karin Palmer

Tierärztin

Fellpflege – die besten Mittel

Hunde sehen das Bürsten oft als Zuneigung, sodass die Bindung und das Vertrauen zwischen Hund und Besitzer dadurch gestärkt werden kann. Jedoch sollte man so früh wie möglich, idealerweise im Welpenalter, den Hund bereits an die Fellpflege gewöhnen, vor allem wenn es sich um eine pflege aufwendige Rasse handelt. Bei Langhaarigen Rassen empfiehlt es sich täglich die Bürste und/oder den Kamm zu schwingen, bei Kurzhaarigen reicht manchmal einmal pro Woche.

Wichtig ist, vor allem bei Langhaarigen Rassen oder Rassen mit dichter Unterwolle, dass abgestorbene Haare entfernt werden. Dadurch kommt es zur keiner Verfilzung des Fells und eine freie Luftzirkulation ist gewährleistet. Mangelnde Fellpflege kann eine erhöhte Gefahr von Ektoparasiten (Zecken, Flöhe, etc.) sowie andere Hautprobleme (bakteriell verursachte Dermatiden) verursachen.

Womit pflegt es sich am Besten?

Welche Bürste oder welcher Kamm sich am Besten eignet ist abhängig von der Beschaffenheit des Fells. Geeignete Beratung hierfür bietet der Tierarzt, der Fachhandel oder auch der Züchter.

  • Kamm: hiermit werden lose Haare aus dem Deckfell und auch der Unterwolle gekämmt
  • Bürste: dient zur Entfernung loser Haare und zur Förderung der Durchblutung der Haut. Letzteres sorgt dafür, dass die Haarfollikel versorgt werden und auch eine Talgsekretion erfolgt. Der Talg ist ein wichtiger Bestandteil um das Fell witterungsbeständig zu halten immer mit dem Strich

Muss der Hund regelmäßig gebadet werden?

„So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ lautet hier die Devise. Natürlich hat jeder Hund einen Eigengeruch, sollte der einen schon stören sollte man sich mehr Gedanken machen, ob man sich wirklich einen Hund anschaffen will. Denn zu häufiges Baden zerstört den Talg- und Schutzfilm der Haut. Jedoch kommt es, durchaus auch öfter, vor, dass der Hund sich in etwas stinkendem Wälzt oder ein Schlammbad nimmt. In solchen Fällen ist ein Bad unumgänglich und sollte mit lauwarmen Wasser und einem speziellen Hundeshampoo durchgeführt werden. Es ist davon ab zu sehen das eigene Shampoo oder ein Babyshampoo zu nutzen, auch wenn es besser parfümiert ist, da diese nicht auf die Anforderungen des Hundefells ausgelegt sind.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Manche Rassen mit rau- oder drahthaarigem Fell, wie beispielsweise der Airedale Terrier oder der Schnauzer, benötigen einen Trimmer für die starke Unterwolle und die abgestorbenen Deckhaare. Andere Rassen benötigen aufgrund ihrer Fellbeschaffenheit eine Schur, diese sollte jedoch von einem Spezialisten durchgeführt werden, da die Wahrscheinlichkeit einer Hautverletzung doch größer ist als man denkt.

 

 

Dr. Catherine Scherm

MRCVS, Kleintierärztin

 

Die große Entscheidung: soll ein Hund angeschafft werden?

“A dog is for life and not just a present.”

Ein Hund ist ein Lebewesen und kein Spielzeug oder unüberlegtes Geschenk. Auch nach einer anfänglichen Euphorie über den Familienzuwachs muss der Hund weiterhin versorgt werden. Soviel Freude wie ein Hund machen kann, soviel Verantwortung bringt er auch mit sich. Daher sollte sich im vornherein gut Überlegt werden, ob man sich einen Hund anschafft. Folgend eine paar wichtige Informationen, die bei der Entscheidung helfen können:

  • Verbindlichkeit

Ein Hund bedeutet eine langfristige Verbindlichkeit, da manche Rassen über 15 Jahre alt werden können. Selbst wenn man sich für einen älteren Hund entscheidet, kann dieser einen noch viele Jahre lang begleiten.

  • Kosten

Ein Hund ist alles, nur nicht günstig. Es fallen Kosten an für Futter, Hundesteuern, Pflegemittel, Halsband und Leine, Näpfe, Hundebett/-decke und vieles mehr. Wichtig ist auch die Tierarztkosten zu bedenken bspw. Impfungen, Anti-Parasitenmittel und auch mögliche Notfälle.

  • Zeitfaktor

Ein Hund hat Bedürfnisse, die je nach Rasse variieren. Jedoch muss neben mindestens 3 Mal am Tag Gassi gehen noch die Zeit für Zuwendungen und Aufmerksamkeit eingerechnet werden. Manche Rassen brauchen zudem noch eine körperliche und/oder geistige Förderung (bspw. durch Hundeschule oder Hundesport). Auch Hunde bspw. in der Pubertät können viel Zeit in Anspruch nehmen.

  • Lebensumstände

Wichtig ist es auch die Lebenssituation und auch Zukunftspläne in die Überlegung mit ein zu beziehen. Manche Rassen brauchen mehr Förderung für Körper und Geist, sodass die Zeit neben dem Beruf und der Familie gefunden werden muss. Auch Paare die einem Kinderwunsch nachgehen sollten sich darüber bewusst sein, dass die Bedürfnisse des Hundes gedeckt werden müssen, wenn ein Säugling dazu kommt.

  • Wohnsituation

Bei Mietwohnungen/-häusern muss oft vorher mit dem Vermieter abgeklärt werden, ob ein Hund erlaubt ist oder nicht. Sollte in Naher Zukunft ein Wohnsituationswechsel geplant sein, dann muss bedacht werden, dass die Suche mit Hund meist etwas schwieriger ist. Ebenso sollte die Größe der Wohnung/des Hauses auch dem Bedürfnissen des Hundes gerecht werden.

  • Beruf

Ein Hund sollte nicht den ganzen Tag alleine zu Hause gelassen werden. Schon alleine, weil er regelmäßig austreten muss. Sollte am Arbeitsplatz kein Hund erlaubt sein, dann muss für eine entsprechende Hundebetreuungsmöglichkeit gesorgt sein.

  • Soziales Leben

Man sollte mit einbeziehen, dass sich auch die Freizeit- und Urlaubsgestaltung deutlich ändern wird. Nicht jedes Hotel erlaubt Haustiere und nicht jeder Hund kann in der Flugzeugkabine mitfliegen. Oder spontane Aktivitäten können nicht wahrgenommen werden, wenn niemand als Hundebetreuung einspringen kann.

  • Woher kommt der Hund

Viele Hunde warten im Tierheim oder bei Züchtern darauf in gute Hände abgegeben zu werden. Bei Hunden bspw. aus dem Tierheim sollte man sich nach deren Krankheitsgeschichte erkundigen, damit man weiß was auf einen zukommen könnte und welche Kosten damit verbunden sein können. Leider gibt es auch bei Züchtern, Vereinen, etc. immer wieder schwarze Schafe, daher sollte man sich vorher gut informieren wo der Hund herkommt. Auf unseriöse Züchter oder sogenannte Kofferraum-Welpen sollte dringend verzichtet werden, nicht nur um die Tier-unwürdigen Zustände zu boykottieren sondern auch weil sich darunter häufig chronisch kranke Tiere befinden (in der Anschaffung günstig, aber im Unterhalt teuer).

  • Aufgabenverteilung

Ein Hund bringt auch viele Aufgaben wie Fellpflege, Gassi gehen, Tierarztbesuche, Fütterung, Beschäftigung und so weiter mit sich. Ebenso wichtig ist auch die Erziehung des Hundes. Daher sollte man im vornherein absprechen wer für welche Aufgabe zuständig ist um fest zu stellen, ob alles untergebracht werden kann.

  • Gesundheit

Eventuelle Tierhaar-Allergien sollten vorher abgeklärt werden, damit der Hund nicht wieder abgegeben werden muss, weil ein Familienmitglied allergische Reaktionen zeigt.

 

Dr. Catherine Scherm

MRCVS, Kleintierärztin

Willkommen im neuen Zuhause: ein Hund zieht ein

Meist sind es eher Ausnahmefälle, wenn man ‘plötzlich’ zu einem Hund kommt. Im Regelfall hat man genug Zeit investiert, um sich viele Gedanken zu machen und einen guten Plan zu erstellen bevor der Fellnachwuchs einzieht.

Mit dem Einzug eines Hundes beginnt eine neue und aufregende Zeit, die man mit viel Ruhe starten sollte. Ihr Leben erweitert sich um ein Familienmitglied, jedoch verändert sich für den Hund seine komplette Welt. Die Wohnung sollte ‘Hunde-Sicher’ gemacht werden, sodass bspw. kleine Spielzeuge von Kindern, Medikamente, Reinigungsmittel und so weiter für den Hund nicht erreichbar sind. Dadurch kann der Hund sein neues zu Hause erst einmal in Ruhe erkunden und alles beschnüffeln. Er sollte seinen Liegeplatz kennenlernen und auch schon einen ersten Schluck Wasser im neuen Napf zu sich nehmen können. Die Eingewöhnungszeit kann gute zwei Wochen dauern und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein älterer Hund wird sich schneller eingewöhnen als ein Welpe. Jedoch ist die Zeit von Hund und Situation abhängig und individuell verschieden. Die Eingewöhnungszeit sollte genutzt werden um eine erste Bindung aufzubauen, einen Alltag und etwas Routine einkehren zu lassen. Den Besuch von Freunden und Familie sollte man auf die Zeit nach der Eingewöhnung planen.

Wenn es um die ersten Fütterungen geht, sollte der Hund anfangs das bekommen was er vorher schon bekommen hat. So weiß man zum einen, dass es ihm schmeckt bzw. er es gewohnt ist und zum anderen treten keine Symptome (bspw. Durchfall) von zu schneller Futterumstellung auf.

Wenn doch noch etwas anders läuft als geplant

Die Eingewöhnung kann auch mal etwas holpriger laufen als gedacht oder erhofft, hier heißt es dann nicht verzagen. Der Hund frisst nicht: vielleicht ist die Aufregung zu gross. Der Hund ist nicht Stubenrein: hier hilft den Hund gut zu beobachten, ob er mögliche Anzeichen zeigt, dass er raus muss. Vor allem bei Welpen muss man häufiger raus auf die Wiese um die Stubenreinheit zu erlangen.

Ein gemeinsamer Besuch in der Hundeschule (Welpenspielstunde) oder beim Tierarzt kann helfen um Informationen zu bekommen, bspw. wie lange am Stück man mit dem Welpen spazieren gehen sollte, welche Mittel gegen Ektoparasiten (Flöhe, Zecken, etc.) sich anbieten und welches Training sich schon so früh lohnt ( Grundkommandos, Gewöhnung an Manipulationen wie Ohrensäubern oder ins Maul schauen, etc.) und vieles mehr.

Checkliste für den Tag X

  • Ernährung

welches Futter soll gefüttert werden, geeignete Näpfe, vielleicht ein Leckerli-Beutel für unterwegs

  • Ausstattung

Hundebett, Transportbox fürs Auto, Hundegeschirr/-halsband, altersgerechtes Spielzeug, Trainingshilfen wie ein Clicker

  • Pflege

Kamm/Bürste, Hundeshampoo, Zeckenzange, Mittel gegen Ekto-&Endoparasiten (vom Tierarzt), Pfotenbalsam im Winter

  • Organisatorisches zu Hause

Hunde-Sicher in Bezug auf Essbares (Chemikalien, Schokolade, etc.), Elektrokabel gesichert, Steckdosenschutz, Hochstellen von zerbrechlichen Gegenständen

  • Organisatorisches allgemein

Anmeldung zur Hundesteuer, Abschluss einer Hunde-Haftpflichtversicherung, Prüfung örtlicher Vorschriften (Leinenpflicht, Transportbeschränkungen in öffentlichen Verkehrsmitteln, etc.), Recherche eines guten Tierarztes und Notdienstes (Klinik oder Notdienstnummer), Recherche einer geeigneten Hundeschule.

 

Dr. Catherine Scherm

MRCVS, Kleintierärztin

Baby und Hund treffen das erste Mal aufeinander

Wer versorgt den Hund wenn es los geht?

Für eine deutlich stressfreiere Zeit ist gesorgt, wenn man schon ein paar Wochen vor der Geburt des Kindes weiss wer sich um den Hund kümmern kann. Sollte kein Familienmitglied oder keiner aus dem Freundeskreis einspringen können, kann man sich um einen gewerblichen Hundesitter oder nach einem Hundehotel umsehen. Dadurch ist der Vierbeiner versorgt, wenn der Krankenhaus Aufenthalt auch mal länger dauert.

Neues erschnüffeln

Neuanschaffungen wie das Kinderbettchen, ein Kinderwagen oder eine Wippe sind auch für den Hund neu und daher sollte man ihm die Möglichkeit geben daran schnüffeln zu können. So kann sich der Hund langsam an die Neuerungen gewöhnen und es trifft ihn nicht erst mit allem auf einmal wenn das Baby zu Hause ist. Auch einen Erkundungsgang durch das Kinderzimmer sollte dem Hund gestattet werden, so merkt er schnell dass es dort nichts spannendes gibt. Aus Hygienegründen sollte der Hund nicht unbedingt mit dem Kinderspielzeug spielen, jedoch ist es jedem selber überlassen das für sich zu bestimmen.

WICHTIG: einen Rückzugsort für den Hund schaffen

Jeder Hund sollte einen sicheren Rückzugsort für sich haben, eine Tabuzone für Kinder. Wichtig hierbei ist, dass der Hund immer Zugang zu seinem Rückzugsort hat. Wenn es dann mal stressiger wird kann er sich dort hin zurück ziehen. Wenn das Kind schon etwas größer ist kann man in ein Krabbelgitter investieren, damit der Hund weiterhin einen Ort zum alleine sein hat.

Der Tag des Kennenlernens

Gutes Verhalten sollte immer Gelobt und kann auch mit einem Leckerli belohnt werden. Wenn der Hund zu stürmisch ist oder die Reaktion schwer vorhersehbar dann sollte man dem Hund ein Halsband und eine Leine anlegen. So ist er leichter abzurufen und man kann ihn vorsichtig an der Leine entfernen anstatt ihn schmerzhaft an einer Hautfalte packen zu müssen.

Nach dem betreten der Wohnung sollte man den Hund wie gewohnt begrüßen. Im Idealfall bleibt man so entspannt wie möglich, den jede Unsicherheit kann sich auf den Hund übertragen. Sollte der Hund seine Schnauze Richtung Baby strecken, dann sollte er auch etwas an der Babyschale schnüffeln dürfen. Je nach Temperament kann man den Hund vorher ‘Sitz’ oder ‘Platz’ machen lassen. Je nachdem wie viel mal sich zu traut kann der Hund auch langsam anfangen am Baby zu riechen, so kann er sich an den Geruch und die Geräusche gewöhnen. Auch hier hat sich der Hund ein dickes Lob verdient wenn er sich gut benommen hat.

Und wenn das Baby dann schläft ist Hundezeit angesagt. Dann steht Spielen und Kuscheln auf dem Plan, so bekommt jeder seine Zeit ab solange das Baby noch zu klein ist um selber mit dem Hund spielen zu können.

 

Dr.med.vet. Karin Palmer

Tierärztin

Schwanger mit Hund: worauf sollte man achten?

Wenn man bereits während der Schwangerschaft ein paar Dinge beachtet kann das Zusammenleben mit einem positiven Start beginnen.

Oftmals weiß der Hund sowieso schon als erster Bescheid über die frohe Neuigkeit, denn ihre sensiblen Nasen können hormonell bedingte Veränderungen im Körper des Frauchens wahrnehmen.

Eine gute Vorbereitung

Auch wenn Freunde und Familie mit gut gemeinten Ratschlägen und Tipps helfen möchten, sollte man sich nicht verunsichern lassen, wenn die Diskussion entsteht ob und welche Gefahr vom Hund ausgehen könnte. Seinen eigenen Hund kennt man nun mal am Besten und sollte sich einfach Gedanken darüber machen wie man eine gemeinsame Zukunft mit Baby und Hund Planen kann, damit später keiner zu kurz kommt. Meist hat man ein paar Monate Zeit sich darauf einzustellen und erste Maßnahmen einzuleiten.

Privilegien überdenken

Man sollte sich mit dem Partner zusammen überlegen wie man sich das Leben mit Baby und Hund vorstellt. Möchte man vielleicht ein paar Regeln einführen ? Und welche Gewohnheiten können mit dem Baby nicht mehr eingehalten werden? Dadurch erfährt man ob und was der Hund noch lernen muss.

Sofa und Bett: sollten die Orte tabu sein wenn das Baby da ist, dann ist noch genug Zeit um den Hund an einen neuen Liegeplatz zu gewöhnen. Wenn der Hund dann vom Sofa geschickt wird, wenn das Baby da ist, wird der Verlust nicht mit dem Baby in Verbindung gebracht.

Hundespielzeug wild verteilt: wenn herumliegende Hundespielzeuge und Kauknochen schon vorher regelmäßig weggeräumt werden und vielleicht sogar einen festen Platz bekommen, dann besteht nicht die Gefahr, dass der Hund das Gefühl bekommt seine Spielsachen vor dem krabbelnden Kind zu verteidigen.

Immer sofort Reagieren: auch wenn bis jetzt jede Spielaufforderung sofort angenommen wird oder jedes Winseln Beachtung bekommen hat, sollte der Hund langsam lernen, dass man nicht mehr rund um die Uhr verfügbar ist. So können neue Rituale eingeführt werden und später wieder keine negative Verbindung mit dem Baby verknüpft werden.

 

Passt noch alles mit der Grunderziehung vom Hund?

Die Tage mit Kind und Hund sind sicherlich aufregend und man genießt die gemeinsame Zeit. Jedoch wird es wohl ein paar Tage geben an denen die Nerven etwas strapaziert sind und dann ist es deutlich weniger Stress wenn der Hund zuverlässig auf seine Kommandos hört. Daher kann man sich die Situationen mit Kind, Kinderwagen, Auto, Hund und so weiter viel angenehmer machen, wenn der Hund bei ‘Sitz’ auch wirklich sitzen bleibt bis man mit Kind und Kegel startklar ist.

‘Sitz’, ‘Platz’ und vor allem auch ein Rückruf-Kommando sind sehr hilfreich, wenn man nicht mit dem Kinderwagen im Unterholz seinen Hund suchen möchte.

Dr.med.vet. Karin Palmer

Tierärztin

Hundehotels in Deutschland

Unsere Hunde sind immer mehr Teil unserer Familie und deshalb wollen wir sie auch im Urlaub dabei haben.

Zwar kann eine toll ausgewählte Hundepension auch Vorteile haben und sollte zum Beispiel einer Flugreise definitiv vorgezogen werden. Ist dein Hund aber andere Menschen und Tiere nicht gewohnt, ist es das einfachste ihn mit in den Urlaub zu nehmen.

Nachdem Hunde und ihre Besitzer schon einige gemeinsam Hobbies haben wie zum Beispiel wandern, Spazieren gehen oder einfach in der Natur sein, planen viele ihre Urlaube schon von vornherein mit Hund.

Generell lohnt es sich immer bei den Hotels anzufragen, ob Hunde willkommen sind. Oftmals dürfen sie für einen kleinen Aufpreis mitgebracht werden. Zusätzlich sollte man immer abklären, ob die Hunde mit zum Frühstück kommen dürfen oder ins angeschlossene Restaurant. Das kann für Hunde wichtig sein, die nicht gerne allein oder in fremder Umgebung bleiben möchten.

Es gibt mittlerweile auch viele Hotels in denen Hunde nicht nur geduldet, sondern auch herzlich willkommen sind und in denen es einen Hundepool oder ein Gassi-Service gibt. Hier treffen Hundebesitzer auf Gleichgesinnte und es können auf beiden Seiten neue Freundschaften geschlossen werden.

3 Vorschläge für Hundehotels in Deutschland

 

  • Seehotel Moldan: das bayrische Hotel liegt nördlich von Salzburg und bietet auf einer eingezäunten Fläche von 10000qm Platz zum spielen, toben und sausen. Die nahe gelegenen Stauseen laden zum Spazieren gehen ein. Ein besonderes Highlight ist der große Außenpool für Hunde. Die Besitzer können sich im angeschlossenen Spa Bereich verwöhnen lassen, während ausgebildetes Personal die Hunde betreut.
  • Hotel Bergfried: Im schönen bayrischen Wald gelegen lässt dieses 3-Sterne Hotel Hundeherzen höher schlagen. Es gibt geführte Hundewanderungen und gemütliche Grillabende. Auf der Außenanlagen gibt es einen Agility-Platz, eine Hundewiese und sogar einen Naturteich, in dem Mensch und Tier sich erfrischen können.
  • Hotel Palstek: Dieses Hotel liegt an der Ostsee nahe der Insel Fehmarn und bietet gerade für Strand- und Meerliebhaber das ideale Urlaubsziel. Der weitläufige Naturstrand ist nur fünf Gehminuten entfernt und die Hunde können sich hier problemlos austoben. Im Hotel gibt es zusätzlich einen Hundesalon, eine Tier-Physiotherapeutin und diverse Veranstaltungen rund um das Thema Hund.

Dr.med.vet. Karin Palmer

Tierärztin

7 Unterschiede zwischen Hunden und Katzen

1. Unabhängigkeit

Bezogen auf ihre Herkunft sind Wildkatzen Wilderer und Einzelgänger. Der Hund hingegen stammt vom Wolf ab, der ein Rudeltier ist. Obwohl beide domestizierte Tiere sind, spiegelt sich ihre Herkunft in der Haltung wider: Katzen sind oftmals unabhängige Tiere, die nur dann zu ihrem Besitzer kommen, wenn sie wirklich wollen und manchmal sogar die Flucht ergreifen, wenn man versucht sie zu schnappen. Der Hund hingegen ist ein bedürftiges Tier, das immer auf den Kontakt mit der Familie und auf Aufmerksamkeit bedacht ist.

 

2. Fütterung

Hunde sind in der Regel weniger selektive Tiere, die Trocken- und Nassfutter, selbstgemachtes Futter und sogar Knochen lieben. Selbst wenn das Futter bereits etwas ausgetrocknet ist, wird es selten abgelehnt. Die Katze hingegen mag immer frisches Futter. Oftmals lehnen sie das Essen sogar ab, wenn es einige Tage offen war oder lange in der Futterschale lag.

 

3. Zuneigung

Für Hunde sind Streicheleinheiten in jeder Zone ihres Körpers willkommen, wobei der Bauch im Allgemeinen eine der bevorzugten Zonen ist. Die Katze hingegen mag es nicht an allen Körperteilen berührt zu werden, der Bauch ist zum Beispiel eine verbotene Zone. Sie bevorzugen in der Regel die Partien am Kopf, im Nacken und am Rücken.

 

4. Hygiene

Katzen sind ausgezeichnete Tiere, wenn es um die Hygiene geht. Sie reinigen ihr Fell jeden Tag und es ist nicht notwendig sie zu baden (obwohl man ihnen ein Bad geben kann, wenn sie es mögen). Bei Hunden wird fast die gesamte Reinigung durch den Besitzer durchgeführt, sowohl das Baden als auch das Bürsten.

 

5. Gehorsam

Auch in Bezug auf die Gehorsamkeits-Ausbildung sind diese beiden Arten völlig unterschiedlich. Der Hund lässt sich leicht mit Leckerlis trainieren. Die Katze hingegen ist ein schwieriger zu trainierendes Tier, obwohl es mit viel Mühe und Hingabe möglich ist.

 

6. Spielen

Wenn für einen Hund irgendein Spielzeug (Bälle, Seile, Plüschtiere) ein Grund für Aufregung und garantiertes Spiel ist, sieht die Sache für eine Katze schon anders aus. Es ist notwendig zu erkennen welche Art von Spielzeug die Katze bevorzugt. Manchmal sind die einfachsten Dinge für unsere Katzenfreunde am attraktivsten (z.B. Alufolie Kugeln).

 

7. Urlaub

Die Ferienzeit bringt immer eine Sorge um unsere Haustiere mit sich. Einerseits lieben es Hunde normalerweise mit uns in den Urlaub zu fahren, in ein Familienhaus oder in ein Hotel zum Beispiel. Katzen hingegen bleiben immer lieber zu Hause und haben jemanden, der ihnen Futter gibt, den Sand reinigt und sie verwöhnt. Das Verlassen ihres Lebensraums führt fast immer zu Stress, der sogar gesundheitliche Probleme auslösen kann.

Obwohl sie völlig unterschiedlich sind, sind beide ausgezeichnete Haustiere und du solltest das Richtige für dich auswählen, je nach deinem Lebensstil!

Ein Essen zum Feiern mit deinem Hund

Weisst du welches Menü die Köchin (in diesem Fall die Besitzerin von Loki) vorbereitet hat? Ein schönes Gericht mit Fleischklößchen und Spaghetti, welches das romantische Paar begeistert hat! Wie wäre es, wenn du es mal für deinen Hund ausprobierst?

Zutaten:

 

Die Vorbereitung:

  • 1. Forme kleine Bällchen aus dem Hackfleisch und brate sie mit dem Olivenöl in der Pfanne.
  • 2. Sobald sie gut gebräunt sind, gib etwas Wasser auf den Boden und koche die Bällchen bis das Fleisch gut gegart ist.
  • 3. In einem separaten Topf die Nudeln etwa 10 Minuten kochen;
  • 4. Gib die Nudeln auf den Boden des Napfs, die gekochten Fleischklöße darauf und das Natural Flavour als Belag, und voilà! Das Essen kann deiner Fellnase jetzt serviert werden!

Und das beste: Dieses Essen kannst du sogar mit deinem Lieblingshund teilen!

Reisen mit dem Hund: was muss man wissen?

Die richtige Planung

Es wird immer beliebter seinen Hund mit auf Reisen zu nehmen. Nichtsdestotrotz sollte man sich im vornherein überlegen, ob man es seinem Hund zumuten möchte. Je nachdem, ob Autofahren, Zugfahren, Ortswechsel, etc. gut vertragen werden. Zudem sollte der Urlaub selber auch für den Hund geeignet sein. So passt ein Mops nicht wirklich zum Wanderurlaub oder ein Bernhardiner zum Strandurlaub.

WICHTIG: Einreisebestimmungen beachten und den Gesundheitscheck nicht vergessen

Zum Verreisen innerhalb der EU braucht der Hund einen EU-Reisepass. Dieser gilt in der EU als offizielles Dokument und beinhaltet alle Impfungen, die der Hund bekommen hat. Durch die Kennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip ist der Pass eindeutig einem Hund zuzuordnen. Zudem wird meist eine gültige Tollwut-Impfung verlangt.

Die Einreisebestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich und können immer wieder geändert werden. Sollte ein Tollwut-Antikörpernachweis (Tollwut-Titer) erforderlich sein, muss sehr viel Zeit eingeplant werden. Wenn der Titer nicht dem gewünschten Wert entspricht, dann muss eine erneute Tollwut-Impfung stattfinden und erneut der Tollwut-Titer getestet werden. Hier handelt es sich bereits um Monate, die man vorher einplanen muss.

Manche Länder haben eine Maulkorb und/oder Leinenpflicht, ein Verbot von Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln oder es dürfen bestimmte Rassen, auch nicht für einen Urlaub, in das Land eingeführt werden.

Bedacht werden muss auch, dass der Hund wieder nach Deutschland zurück eingeführt werden soll, wenn der Urlaub vorbei ist. Daher gelten für jeden Urlaubshund auch die Wiedereinreisebestimmungen für Deutschland. Daher lohnt sich eine detaillierte Recherche, oft kann hier auch der Tierarzt mit
Informationen helfen.

Der Tierarzt sollte sich vor der Abreise im Idealfall einen Eindruck des Allgemeinbefindens machen, um zu überprüfen, ob der Hund reisetauglich ist. Der Tierarzt weiß auch oft, ob bestimmte Gesundheitspräventionen im Urlaubsland nötig sind, bspw. ist anzuraten im Mittelmeerraum eine Prophylaxe gegen Sandmücken aufzutragen, damit das Risiko einer Übertragung von Herzwürmer so vermindert wird.

Mit dem Tierarzt kann auch eine Reiseapotheke besprochen werden. Es lohnt sich oft im Urlaub für kleine Eventualitäten gewappnet zu sein. Möglicher Inhalt einer Reiseapotheke: Parasitenprophylaxe, Sonnenschutz, Desinfektionsmittel, Kohletabletten oder andere Durchfallpräparate, milder Ohrreiniger, Elektrolyt-Pulver, Zeckenzange und Pinzette, Verbandsmaterial mit Schere und Cool pack, evtl. Mittel gegen Reiseübelkeit, die Nummer, Adresse und Öffnungszeiten der Tierärzte vor Ort.

Wenn der Hund eine spezielle Diät braucht ist es ratsam genügend Futter einzupacken, falls das gleiche vor Ort nicht verfügbar ist. Dadurch vermeidet man auch dass man Futter umstellen müsste und Unverträglichkeitsreaktionen wie Durchfall entstehen. Das Fleisch von Hunden, die gebarft werden sollte bei Reisen in wärmere Länder abgekocht werden.

Dr. Catherine Scherm
MRCVS, Kleintierärztin